Schon als ich am 02.08 im Flugzeug von Panama nach Costa Rica sass und die Lichter San Joses unter mir leuchten sah, fing mein herz an, wie verrueckt zu schlagen.
ich war zurueckgekehrt. zurueck in das land, das mir zwei monate ein laecheln ins gesicht gezeichnet hatte.
nun war es nachts. ich war ueber 20 stunden auf den beinen und die muedigkeit hatte mich schon eingeholt, doch dann sah ich das leuchten unter mir... ich war ploetzlich alles andere als muede.
mein herz schlug schneller, ich konnte es kaum erwarten zu landen.
ob mein backpacker mit mir angekommen war?
ich stieg aus dem flugzeug. gleich wuerde ich ihn wiedersehen. gleich wuerde er nach einem halben jahr vor mir stehen. wie wuerde es sein?
so wie immer bei skype?
so wie ich es mir gedacht hatte?
ich stand eine gefuehlte ewigkeit vor dem band mit den koffern. heffentlich kommt meiner schnell... ich will raus. ich will ihn sehen.
endlich kam mein rucksack zwischen den anderen koffern auch auf dem band daher gelaufen.
ich packte ihn mir, lief zur letzten sicherheitsschranke und dann letztenendes trat ich durch die glaeserne tuer und hinein in costa rica.
mein tico stand schon da, fiel mir um den hals. durch das gewicht meines rucksacks waere ich beinahe nach hinten umgekippt, doch ich lachte, legte den schweren backpacker ab und dann kuessten wir uns. er war so, wie ich ihn in erinnerung hatte.
gross, mit seinen grossen braunen augen und einem berauschenden laecheln. Er strich mir eine straehne aus dem gesicht und drueckte mir einen kuss auf die wange.
"Moechtest du eine zigarette rauchen?"
ich grinste. der gute mann wusste einfach, wie ich drauf war :)
nach 11 stunden flug von amsterdam nach panama, dann 4 stunden aufenthalt und nochmal eine stunde flug hatte ich rauchfrei verbracht. nicht, dass es schwer gewesen waere, aber ein wenig schmacht hatte ich schon.
ich stand neben ihm, in der costaricanischen nacht, mein herz schlug schneller. der freund einer freundin war auch gekommen, weil ich fuer ihn ein paar geschenke aus deutschland mitgebracht hatte. also so ganz alleine waren wir noch nicht.
wir unterhielten uns mit ihm, rauchten und dann nahm bryan meinen rucksack und wir liefen zu dem taxi, einem auto eines freundes, der wesentlich guenstigere preise hatte, als die roten oeffentlichen taxis.
im auto hielt er dann meine hand, die ganze zeit, kuesste meine finger, meine stirn und ich fuehlte mich so, als waere ich nie weg gewesen, so als waere das mit ihm und mir schon immer so gewesen.
ich war aufgeregt seine mutter kennenzulernen. seine familie... einfach alle... ich war so nervoes... wuerden sie mich moegen? wuerde ich sie verstehen? wuerde ich mit ihnen klar kommen?
wir fuhren durch die dunklen strassen mit den vielen pflanzen und kleinen haeusern, rauf und runter... letztenendes kamen wir an. und seine mutter wartete schon auf uns. sie laechelte und das nahm mir gleich die angst. die war extra wach geblieben, um mich zu begruessen.
Morgen wuerden bryan und ich nach montezuma fahren, frueh. um 6h aufstehen. durch meinen jetlag war ich doch recht fertig, aber was solls. das wuerde sich schnell einpendeln.
wir redeten kurz mit seiner ma, ich legte meine sachen ab, zog mir etwas anderes an und dann machten wir uns auf den weg in den park.
in den park, in dem ich schon vor einem halben jahr mit meinen freunden sass und in dem ich auch ihn das erste mal kennengelernt hatte.
das zimmer in dem ich nun stand, das, welches ich zuvor immer wieder ueber das internet gesehen hatte, war kleiner als ich dachte, aber es war gemuetlich. das wuerde nun fuer die kommenden 2 wochen mein zu hause sein.
ich war gluecklich.
wir liefen durch die nacht zu der kleinen pulperia, um ein cerveza zu kaufen. es war schon um 11:30pm.
alles war so wie frueher. nichts hatte sich veraendert. ich fuehlte mich gut. ich fuehlte mich so, als waere ich wieder zu hause. ja, irgendwie wie mein zweites zu hause.
hand in hand liefen wir zu alex bar. dort trafen wir dann auf all die alten leute. ich war gluecklich. ich bekam mein grinsen gar nicht mehr aus dem gesicht.
nach zwei bier und zwei kurzen gingen wir nah hause. schlafen taten wir dann vor dem naechsten tag nicht mehr. es haette sich fuer die zwei stunden eh nicht mehr gelohnt.
Und schon in dem moment wusste ich, dass meine kurze zeit hier besser als erwartet werden wuerde...