Es wäre ja nicht so, dass mich keiner wollen würde, es wäre ja nicht so, als MÜSSE ich alleine bleiben. Aber es ist so, dass ich mich nicht mehr so verlieben kann wie mit 17.
Ich verliebe mich anders. Meistens ist es so, dass ich erstmal jemanden toll finde, dass ich mich weiter und weiter mit ihm treffe, dass wir lachen und Gemeinsamkeiten, Diskussionsthemen finden, was trinken gehen und irgendwann küssen wir uns dann.
Und plötzlich wird es immer enger. Wir treffen uns öfter, verbringen mehr Zeit miteinander, er stellt mir seine Freunde vor, ich vielleicht auch mal meine.
Doch dann kommt dieses klitzekleine Gefühl hoch. Erstmal flüstert es nur. "Ist er es wirklich?"
Mit der Zeit wird es ein wenig lauter und besucht mich öfters: "Kannst du damit leben, dass er diese und jede Art an sich hat?"
Und irgendwann schnürt mir dieses Gefühl beinahe die Kehle zu: "Du weißt selber, dass er es nicht ist."
In diesem Augenblick ist eigentlich alles verloren, denn das Gefühl hat sich so tief in mein Inneres gebrannt, dass es nicht mehr wegzudenken ist.
Ich habe versucht, mein letztes Date darauf vorzubereiten, als ich merkte, dass es begann zu flüstern. Ich sagte ihm, dass ich momentan wohl eher keine Beziehung eingehen möchte.
Er: "Dann lass es einfach auf uns zukommen und wir sehen, was daraus wird."
Anfangs beruhigte mich das, doch letztenendes lief es auf das Gleiche hinaus wie immer: Ich brach den Kontakt ab und er war verletzt. Nichtmal ne Freundschaft war seinerseits mehr möglich.
Das ist eigentlich in Kurzfassung genau das, was mir andauernd passiert.
Bin ich ein Einsiedlerkrebs?
Diese Frage beschäftigt mich gerade im Zusammenhang mit Bryan total.
Ich weiß, dass ich wahnsinnig starke Gefühle für ihn habe, dass er mir fehlt, wenn wir nicht einmal am Tag miteinander reden. Dass ich ihn vermisse, wenn er mir nicht einmal am Tag sagt, wie sehr er mich vermisst.
Und dann frage ich mich, ob es nicht vielleicht sein könnte, dass es so ist, weil er eben so weit weg von mir lebt. Dass eine gemeinsame Zukunft eher ein kleiner Funke ist und nicht ein Streichholz, das man in irgendwelche Äste schmeißen müsste, um die Sache ins brennen zu bringen.
Kurz die Fakten:
1.) Wir leben, um genau zu sein,